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Tunesien ... immer eine zweite Reise wert ...                                        Impressum

für Sie zusammengestellt - Reiseberichte - Sehenswürtigkeiten - Informationen

Tunesien - Zauber der Oasen mit einem Hauch von Orient

Es gibt viele Beschreibungen von Tunesien, die folgende ist nach unserer Meinung die treffenste.

Tunesien, das Land zwischen Meer und Wüste, das Land mit den vielen Gesichtern -
zum Baden allein ist Tunesien fast zu schade, lesen Sie, wieviel es dort zu sehen gibt.

Tunesien Wüste Tunesien Oase Tunesien Kartago

Tunesien, ist das nördlichste Land Afrikas. Es liegt nur 140 Kilometer Luftlinie von Sizilien entfernt, was uns später in unserer Reisebeschreibung noch einmal beschäftigt.. Das Land liegt zwischen dem Mittelmeer mit einer Küstenlänge von ca. 1.300 km (da gibt es die schönen Badestrände) und der Sahara. Von Norden nach Süden ist Tunesien ca. 780 km lang und von Osten nach Westen ca. 380 km breit und hat somit eine Fläche von 163.610 km². Die Nachbarstaaten sind im Westen Algerien und im Südosten Libyen. Die ehemalige französische Kolonie ist bis heute von dem ehemaligen Mutterland Frankreich geprägt, viele sprechen auch Französisch.

Abhand unserer Reisebeschreibung wollen wir Ihnen die Schönheit dieses Landes aufzeigen, Eindrücke vermitteln und Ihnen somit helfen sich ebenfalls in diesem Land Wohl zu fühlen. Die Gastfreundschaft die uns immer wieder entgegen gebracht wurde ist sehr schön.
Es wäre gut Sie würden sich vor der Reise etwas belesen, hilfreiche Informationen finden Sie günstig z. Bsp. bei:
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Wie Sie auf unserer Karte sehen gibt es viele Möglichkeiten sich verschiedenste Ziele auszusuchen. Wir werden Ihnen in Wort und Bild diese Reiseziele beschreiben. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle auf welchem Flughafen Sie landen, bzw. welche Stadt Sie besuchen, Sie haben genügend Möglichkeiten sich eine Reiseroute auszusuchen. Eine unserer Reisen begann in Monastir, wo auch unserer Flieger gelandet ist. Auf dieser Reise haben wir in den verschiedesten Hotels übernachtet, hier in Monastir war es ein sehr schönes Hotel das zum größten Teil mit Marmor ausgestattet war. Die Böden und das Bad waren wunderschön, die Eingangshalle so groß, das man ein Haus hätte hinein bauen können. Unser erster Abend in diesem Hotel war sehr schön. Der Küchenchef hat an unseren Tischen die Essen selbst zubereitet. Vor dem Essen gab es warme Tücher mit äthrischen Ölen getränkt zum Reinigen und um sie auf das Gesicht zu legen, was eine angenehme Wärme erzeugte. Am nächsten Morgen haben wir noch den Strand von Monastir besucht und dann ging es los in Richtung El Djem.

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El Djem ist eine Stadt mit ca. 18.000 Einwohner, die auf den Ruinen der antiken Stadt Thysdrus gegründet wurde, berühmt durch das gleichnamige Amphitheater El Djem - das Amphitheater El Djem ist mit einem Fassungsvermögen von 35.000 Zuschauern das, nach dem Kolosseum von Rom und dem römischen Amphitheater von Capua, drittgrößte Theater des Römischen Reiches. Es wurde 238 unter Proconsul Gordianus I. gebaut und sollte wahrscheinlich dazu dienen um Kämpfe von Gladiatoren, öffentliche Hinrichtungen Christenverfolgung und andere Zirkusspiele abzuhalten. dazu kam es aber nicht. Die Einwohner von El Jem nutzten es, um sich vor den römischen Steuereintreibern (EL Jem = Olivenölproduzent) zu verbarrikadieren. Die Römer rissen eine Seitenfront ab um dies zu verhindern. Man kann dort auch heute noch die Löwengruben und Gefangenenzellen sehen, die zum Teil aufwendig restauriert wurden. Trotz einer partiellen Zerstörung, die auf die Nutzung als Steinbruch für die Errichtung El Djems zurückzuführen ist, ist es noch erstaunlich gut erhalten, und man nimmt an, dass es bis zum 17. Jahrhundert gänzlich unzerstört blieb. Noch heute wird es für Konzerte genutzt (jährl. Jazz - Festival).
Anmerkung: Das Theater wurde nicht von den Römern errichtet, sondern von den reichen Einwohnern von El Jem. Die Römer hatten ein Amphitheater für 2.000 Personen errichtet (die Reste sind in El Jem noch zu sehen). Die reichen Einwohner (Olivenölproduzenten) El Jems wollten aber für alle Einwohner ein Theater bauen und taten dies. Es entstand das o.g. Amphitheater für ca. 35.000 Zuschauer.
Das Amphitheater von El Djem wurde 1979 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Der Artikel über El Djem basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia.

vor dem Amphitheater El Djem Amphitheater El Djem Amphitheater El Djem

Weiter geht es über Sfax, Gabes, vom Festland über den sogenannten Römerdamm, der ca. 7 km lang ist und auch die gesamte Wasserversorgung zur Insel bringt. Die Insel Djerba gilt mit den weiten Stränden, dem blauen Meer und mit dem guten Klima als Urlaubsparadies. Mit 324 Sonnentagen im Jahr, einer durchschnittlichen Wassertemperatur von 20 Grad Celsius und dem sehr klaren Meerwasser ist die Insel Djerba ganzjährig schon einen Urlaub wert. Auf der Insel sollen circa 1,2 Mio. Dattelpalmen und ungefähr 600.000 Ölbäume stehen, was der Insel Djerba den Beinamen "Palmeninsel" eintrug. Die Bäume stammen zum Teil noch aus der Römerzeit. Hier waren wir 2 Tage und haben eine Rundfahrt auf der Insel mitgemacht. Es ging u. a. zur Hauptstadt der Insel Houmt Souk, die ungefähr 25.000 Einwohner hat. Mit ihrem Fischereihafen, den Souvenirläden, und den vielen Restaurants und Cafés eine sehr rege Stadt. Aufgefallen sind uns ebenfalls die großen Golfanlagen auf dieser Insel, ein ungewohnter Anblick, das satte Grün in all dem sandigen dürren außen herum, die auch noch ständig künstlich beregnet werden, wobei man uns erzählt hat, dass die Insel keine eigene Brunnen hat und das ganze Süsswasser vom Festland sozusagen importiert wird.
Was auch noch sehr interessant ist, auf Djerba wohnt man traditionell nicht in Dörfern, sondern in sogenannten "Menzel". Das sind die ummauerten Höfe der Großfamilien. Mit ihren fensterlosen Mauern wirken diese wie kleine Festungen. An jeder Ecke ist ein viereckiger Turm aufgesetzt. Alle Häuser sind weiß gekalkt, die Dächer bestehen aus mehreren Tonnengewölben oder Kuppeln, so dass es in den Räumen angenehm kühl ist. In den Innenhöfen werden Blumen, Oliven- oder Feigenbäume angepflanzt. Rund um die Häuser sind äußerst stachelige, kleinblättrige Feigenkakteen als dichte, undurchdringliche Schutzhecken angelegt. Schon auf den alten römischen Mosaiken ist dieser Baustil zu sehen.


auf der Fahrt zur Insel Djerba eine weitere römische Stadt am Rande des Meeres noch vollkommen unerforscht Synagoge El Ghriba (Die Wundertätige)  Teppichhändler in der Hauptstadt der Insel Houmt Souk

Eine der ältesten und bekanntesten Synagogen der Welt, die Al-Ghriba-Synagoge, befindet sich einige Kilometer südwestlich von Houmt Souk. Diese Synagoge kann man gegen einen geringen Betrag besichtigen. Die Frauen müssen Kopftücher tragen und alle nackten Körperpartien, z. B. Oberarme T-Shirt oder kurze Hosen verhüllen. Leider wurde am 11. April 2002 ein Anschlag auf Touristen, die die Al-Ghriba-Synagoge besuchten, verübt.

Bordj-el-Kebir ist eine Festung auf Djerba in Tunesien. Die Festung wurde im 13. Jahrhundert errichtet und im 15. Jahrhundert erstmals verstärkt. Das heutige Erscheinungsbild stammt aus der Zeit des Korsarenführers Dragut. Dieser baute sie von 1560 bis 1570 zur heutigen Festung aus. Die verschiedenen Ausbaustufen sind heute noch gut erkennbar. Seit 1968 findet eine umfangreiche Restaurierung statt. Im Inneren sind Exponate aus den verschiedenen Epochen ausgestellt.

Tunesien Obelisk bei der Festung Bordj-el-Kebir auf Djerba 

Die Ereignisse von 1560: Der Pirat Dragut ließ die Festung um 1550 weiter ausbauen, um sich vor den Vergeltungsaktionen der christlichen Seefahrer (hauptsächlich Spanier) besser schützen zu können. Im Jahre 1560 suchten diese jedoch die Entscheidung und erschienen mit einer großen Flotte von 30 Schiffen und 30.000 Mann vor Houmt Souk. Sie eroberten recht schnell die Festung und ließen eine Besatzung von 5000 Mann zurück, aber auf dem Rückweg überfiel Dragut mit seiner Flotte die abziehenden Spanier und Malteser und besiegte sie. 18.000 Mann verloren ihr Leben. Die immer noch besetzte Festung wurde belagert und nachdem die Besatzung aufgab, wurde diese bis auf den letzten Mann geköpft. Zur Abschreckung ließ der Korsarenführer die Köpfe zu einer Pyramide auftürmen. Fast 300 Jahre lang war dieses makabere Symbol zu sehen. 1848 wurde es auf Drängen der europäischen Mächte beseitigt und anstelle dessen ein Obelisk zur Erinnerung in der Nähe der Festung errichtet.
Der Artikel über Bordj-el-Kebir basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia.

   

Von der Insel Djerba geht es nun weiter über Medenine nach Tataouine und Chenini. Jetzt kommen wir in die Gegend der Berber, der Steinwüsten und Berge und das Grün verschwindet. Die Stadt Tataouine wurde von den Franzosen gegründet und heißt übersetzt soviel wie "das Tor zur Wüste", in der Sprache der Berber bedeutet der Stadtnamen "die Wasserquelle".

Berberdorf Chenini Berberdorf Chenini Chenini - Berberfriedhof - keine Tafel auf dem Grab trug eine Inschrift da die Berber keine Schrift haben

Damit die Berber im Sommer in dieser Gegend überhaupt leben konnten, haben sie Ihre Häuser und Unterkünfte meist in den Berg hinein gebaut, wie hier eintrucksvoll zu sehen ist.
Eine weitere Besonderheit in dieser Gegend sind die vielen, zum Teil restaurierten Ksare, die übrigens überall im Maghreb, von Marokko bis Libyen, verbreitet sind. Ein Ksar, wie uns erklärt wurde ist die Speicherburg der Berber und besteht aus mehreren Grundeinheiten, den Ghorfas. Ein Ghorfa ist ein tonnenförmiges Gewölbe, das meist in mehreren Etagen übereinander aufgebaut wurde und zur Lagerung von Vorräten diente. Meistens wurden mehrere solcher Bauten mit den Türen nach Innen, was besonders wichtig ist, da immer nur sehr schmale Treppchen und Stege zu den einzelnen Kammern führen und beim Öffnen sonst Absturzgefahr bestehen würde, um einen viereckigen Hof angelegt. Die Außenwände sind geschlossen und sollten gleichzeitig die Schutzmauer des Ksar darstellen. Einen solchen Gesamtkomplex nennt man dann einen Ksar, der immer nur ein relativ schmales Tor nach draußen hatte, um gut verteidigt werden zu können.

Speicherburg der Berber Ksar Speicherburg der Berber Ksar Speicherburg der Berber Ksar

Die halbnomadischen Berber lagerten in ihren Skaren ihr gesamtes Hab und Gut , Korn, Öl und Viehfutter wenn sie mit ihren Tieren auf Wanderschaft gingen. Zurück blieben nur ein Wächter mit seiner Familie, die Alten und Kleinkinder. Damit die Ksare einen optimalen Schutz vor Überfällen hatten, wurden sie meist hoch oben, gerne an Felsabbrüchen angelegt. Manche Ksare wurden allerdings auch unten in den Ebenen gebaut, was darauf schließen läßt das zur Zeit der Errichtung wohl friedliche Zeiten geherrscht haben müssen.

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  H. Gruber


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